Das Bundesteilhabegesetz

Wir haben demonstriert, mehrmals und über lange Zeiträume. Raul Krauthausen & Co. veranstalteten sogar so coole Aktionen wie sich vor dem Bundestag festzuketten, als Sinnbild für das "an den Rollstuhl gefesselt sein".  Zahlreiche Petitionen wurden unterschrieben und Briefe wurden verfasst. Und trotzdem, entgegen vieler Sitzungen und Verbesserungsvorschläge, trat das BTHG am 30. Dezember 2016 in Kraft. ... Ein einzelner wird das nicht ändern  können. Doch das ist nicht das einzige Problem: Der offizielle Gesetzestext umfasst 107 Seiten, das versteht kein normaler Bürger. Und selbst wenn, fehlt ihm sicherlich irgendwann die Motivation, sich damit zu befassen.

 

Ich finde es nicht gut, dass dieses Gesetz jetzt einfach da ist, und teilweise wirklich bedenkliche Passagen enthält, aber wenn es jetzt schon so ist, möchte ich es wenigstens verstehen. Vielleicht geht es dir ja genauso. 

 

Der folgende Link hat mir geholfen, echte Konsequenzen für mich und mein zukünftiges, selbstständiges Leben (natürlich mit Assistenz) zu realisieren: http://abilitywatch.de/2016/05/10/die-10-groessten-maengel-des-entwurfs-zum-bundesteilhabegesetz/

 

Zugegebenermaßen sind die Aussichten nicht gerade rosig. Hoffen wir, dass sich das bis spätestens 2023 ändert, denn bis dahin soll das BTHG komplett durchgesetzt sein.

 

Doch nein, das ist #nichtmeingesetz und wir sollten das nicht einfach so hinnehmen. Wenn du dich dafür einsetzen willst und konkrete Kritikpunkte ansprechen möchtest, mach es wie ich und schreib einen Brief mit all dem, was dich stört. Erfrage alles, was du nicht verstehst, denn das ist keine Schande! Und bitte sag es weiter an Freunde, Bekannte und Verwandte. Nur gemeinsam können wir eine Veränderung erreichen!

 

Nichts über uns ohne uns!